Archiv für die Kategorie ‘Beratung’
Kommt ein Kunde nach erfolgtem Kauf in Zahlungsverzug, sieht der Gesetzgeber im BGB §§ 286 ff. vor, dass er zunächst vom Verkäufer an seine Verpflichtungen erinnert wird, bevor später eventuelle gerichtliche Schritte eingeleitet werden. Dieses Stadium der Zahlungserinnerungen bezeichnet man als das außergerichtliche Mahnverfahren, das insgesamt vier Stufen kennt: In der ersten Mahnung wird der säumige Kunde an die Zahlungsverpflichtung erinnert; eventuell wird eine Kopie der Rechnung beigelegt. Die zweite Mahnung enthält eine weitere Erinnerung und eine Zahlungsfrist. Wird auch diese versäumt, erfolgt eine dritte Mahnung, die eine letzte Frist anbietet und unter Umständen das Einschalten eines Inkasso-Unternehmens androhen kann. In der vierten und letzten Mahnung, dem sogenannten Mahnbescheid, werden schließlich gerichtliche Schritte angedroht, die bei weiterhin ausbleibender Kooperation des Schuldners eingeleitet werden.
Obwohl die Mahnungen keiner vorgeschriebenen Form entsprechen müssen, ist doch zu beachten, dass sie grundsätzlich schriftlich ausgesprochen werden [...]
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Es gibt viele Gründe, sein eigenes Unternehmen aufbauen zu wollen. Für viele stehen bessere Verdienstmöglichkeiten, freie Zeiteinteilung und das selbstbestimmte Arbeiten ganz oben auf der Prioritätenliste. Vor allem Arbeitnehmer, die mit ihrer derzeitigen Stelle unzufrieden sind, neigen dazu, sich für eine Unternehmensgründung zu entscheiden. Diese sollte aber gut vorbereitet werden. Ein gutes Mittel, um sich über die eigenen Ideen klar zu werden, ist der Businessplan. Er enthält eine Beschreibung der Idee, das Gründerprofil, eine (realistische) Markteinschätzung, die Wettbewerbssituation, eine Risikoanalyse und eine Liquiditätsplanung für die ersten drei Jahre sowie eine detaillierte, monatliche Liquiditätsplanung für die ersten 6 Monate. Durch die konkrete Auseinandersetzung mit der Gründung werden viele Stolpersteine schon im Vorfeld beseitigt. Für den Anfang sind auch die Informationsblätter der IHK, der HWK und des Arbeitsamtes wichtig.
Ein zentraler Punkt ist immer wieder das Eigenkapital. Wer nicht genügend aufbringen kann, [...]
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Ein gesundes Wirtschaftssystem strebt nach vier volkswirtschaftlichen Zielen: angemessenes und stetiges Wirtschaftswachstum, Preisniveaustabilität, hoher Beschäftigungsstand und außenwirtschaftliches Gleichgewicht. Der Erreichungsgrad dieser Ziele wird anhand von verschiedenen Faktoren gemessen. Ein angemessenes und stetiges Wirtschaftswachstum liegt beispielsweise vor, wenn der Bevölkerung aufgrund von allgemeiner Wohlstandssteigerung mehr Geld zur Verfügung steht. Stetig meint in diesem Zusammenhang, dass die Wohlstandskurve keinen großen Schwankungen unterliegt. Als Bemessungsgrundlage dient hier das Bruttoinlandsprodukt (BIP), welches jährlich um rund drei Prozent steigen soll. Die Preisstabilität wird anhand der Inflationsrate gemessen. Sie sollte einen Wert von zwei Prozent nicht übersteigen. Der Beschäftigungsgrad wiederum wird an der Arbeitslosenquote gemessen. Das Ziel ist hier, dass maximal vier Prozent der Bevölkerung ohne Beschäftigung sind. Das außenwirtschaftliche Gleichgewicht nimmt als Bemessungsgrundlage den Außenbeitrag zur Hilfe. Er lässt sich aus den Exporten, gemessen in Euro, abzüglich der Importe, berechnen. Der Außenbeitrag soll maximal zwei [...]
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Die Mediation ist wissenschaftlich zwischen der Psychologie, Kommunikationswissenschaft und Rechtswissenschaft anzusiedeln. Sie entstand in der Psychotherapie als Ansatz zur Konfliktlösung. Seit den 1990er Jahren ist sie als Methode in der Praxis und der Wissenschaft etabliert und anerkannt. Dieser interdisziplinäre Hintergrund der noch recht jungen Methode ist der Grund dafür, dass es heute nur sehr wenige konkrete Vorgaben für eine erfolgreiche Mediation gibt. Der Mediator als Vermittler im Konflikt zwischen den Parteien ist somit weitestgehend eigenverantwortlich tätig.
Die Mediation wird angewandt, wenn sich mindestens zwei Parteien in einem Streit oder in einem ungelösten Konflikt befinden. Im Rahmen eines außergerichtlichen Verfahrens soll mit allen Beteiligten auf vernünftige Art und Weise nach Lösungen für den Streit gesucht werden. Im Unterschied zu Schiedsgerichten und offiziellen Schlichtungsstellen werden in der Mediation allerdings keine rechtsgültigen Handlungsempfehlungen oder Lösungen gegeben. Vielmehr gilt der Gedanke, dass die Konfliktparteien nach [...]
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Der absolut wichtigste Aspekt ist die finanzielle Umsetzbarkeit. Die wenigsten Existenzgründer können bereits im ersten Jahr von ihren Einnahmen leben, sodass eine finanzielle Absicherung in der Anfangszeit gewährleistet sein muss. Dies muss die Grundlage aller Planungen sein, und man sollte sich nicht von seinen Wünschen blenden lassen, sondern mit realistischen Daten, Zahlen und Fakten planen. Dies ist sowieso eine notwendige Voraussetzung, wenn man auf fremdes Kapital für den Start in die Selbständigkeit angewiesen ist. In einem solchen Fall ist die Erstellung eines detaillierten Finanzierungsplans mit einer Umsatz- und Liquiditätsplanung für einen Zeitraum von 3 bis 5 Jahren notwendig.
Die Finanzplanung ist dabei Bestandteil des sogenannten Businessplans, der die Planung für die Selbständigkeit in allen Einzelheiten auflistet und verständlich darstellen sollte. Für die Erstellung des Geschäftsplans gibt es keine vorgeschriebene Form, aber er sollte neben den Informationen zu den Gründern, den [...]
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Die Gedanken sind frei, aber eine eigene Idee und den Umsatz, den diese unter Umständen bringt, möchte man ungern mit anderen, die nicht an der Entwicklung beteiligt waren, teilen. Doch wie verschafft man sich das Recht auf diese Idee und beweist, dass man diese Idee zu einem bestimmten Zeitpunkt hatte?
Anders als bei einem Markennamen oder einer Produkterfindung ist es bei Geschäftskonzepten oder Kunstwerken meistens nicht möglich, diese offiziell zu machen und als Patent anzumelden. Wenn sich nun also tatsächlich jemand anderes die Idee - sei es nun eine Melodie, ein neues Spiel, ein Claim oder ein Businessplan - zueigen macht, wird es schwierig, rechtlich den "Ideenklau" nachzuweisen.
Zwar sind Ideen grundsätzlich schwer zu schützen, nur Resultate daraus unterliegen dem Urheberrecht, man kann aber versuchen, sie geheim zu halten. Zum Beispiel sollte man sich absichern, indem man die Mitarbeiter mit Vertraulichkeitserklärungen [...]
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Eine Anmeldung zu einem Patent kann dabei in Deutschland bei dem dafür zuständigen Patent- und Markenamt vorgenommen werden. Um dieses zu erhalten, müssen dabei einige Voraussetzungen erfüllt sein. Eine Erfindung muss neu sein, muss auf einer erfinderischen Tätigkeit beruhen und gewerblich anwendbar sein. Bei der Einreichung eines Patentantrages muss die Erfindung dabei so beschrieben sein, dass ein entsprechender Fachmann die Erfindung nutzen oder ausführen kann. Die Beschreibung kann dabei für eine Erfindung ausreichen, gibt es aber verschiedene sich daraus ergebende Anwendungsmöglichkeiten, so kann hierfür auch ein Schutz beansprucht werden. Dies kann sogar soweit gehen, dass der Schutz für sich erst in Zukunft ergebenden Anwendungen gewährt wird.
Neben dem Patent kann man auch ein Gebrauchsmuster zum Schutz anmelden, wobei dieses nach neuester Rechtsprechung dem Patent hinsichtlich der Erfinderleistung durchaus gleichberechtigt sein kann. Allerdings hat ein Gebrauchsmuster nur einen Schutz von 10 Jahren, [...]
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